Kammerchor am Bonner Münster

Pressestimmen


Lichtblicke für Kinder in Brasilien

Remigiuskirche. "Vom Dunkel zum Licht" war das Benefizkonzert des Lions-Clubs Bonn-Venusberg in der Remigiuskirche betitelt, und das war in diesem Fall nicht nur programmatisch, sondern auch im Hinblick auf den guten Zweck zu verstehen. Der Erlös des Abends, immerhin satte 2.500 Euro, die vom Lions-Club auf 5.000 Euro verdoppelt wurden - kommt dem Lions-Projekt "Lichtblicke für Kinder in Brasilien" zu Gute, bei dem Hilfe für Betroffene von Sehbehinderungen und Augenerkrankungen bereitgestellt wird. Gerahmt wurde der Abend von zwei Orgelwerken, die Regional- und Münsterkantor Markus Karas auf der Klais-Orgel der Remigiuskirche spielte: das Präludium C-Dur (BWV 547) musikalisch sehr schön strukturiert und artikuliert, Präludium und Fuge über BACH von Franz Liszt mit einem guten Händchen für die an dieser Orgel nicht einfach zu findenden romantischen Klangfarben und hinreißendem Schwung. Der Chorus Cantate Domino bestritt den Großteil des Programms und zeigte sich dabei als leistungsfähiger Klangkörper mit einigem Format. Die Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" von Johannes Brahms etwa überzeugte trotz eines aus dem Rahmen fallenden Sopran-Einsatzes durchweg, auch in zwei der Motetten aus den "Quatre motets pour un temps de pénitence" von Francis Poulenc zeigte sich der CCD als zumeist sehr intonationssicher und ausdrucksstark. Klangvoll ließ man Motetten Anton Bruckners erklingen und auch im Zusammenspiel mit der Orgel, die von Karas selbst gespielt wurde, während Ansgar Pöhler die Leitung des Chores übernommen hatte, zeigte man sich von der besten Seite. Insgesamt wurde dem Publikum in St. Remigius an diesem Abend ein programmatisch wie musikalisch rundum gelungenes Konzert geboten.

(Guido Krawinkel, Bonner General-Anzeiger, Feuilleton, Artikel vom 14.11.2011)


1 000 Gläubige feiern in der Kreuzkirche

Kreuzkirche. Der Bläserchor der Lutherkirche kündigte es am Montagmorgen weit hörbar vom Turm der Kreuzkirche an: Punkt 10 Uhr begannen in der evangelischen Innenstadtkirche die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit mit einem ökumenischen, live in der ARD übertragenen Festgottesdienst. Den Gottesdienst zelebrierten Präses Nikolaus Schneider, Joachim Kardinal Meisner und Metropolit Augoustinos. Zugang zur von der Polizei bereits am frühen Morgen hermetisch abgeriegelten Kreuzkirche hatten nur die rund 1 000 geladenen Gäste. In den ersten Reihen: Bundespräsident Christian Wulff samt Ehefrau Bettina, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Außenminister Guido Westerwelle, einst Konfirmand der Kreuzkirchengemeinde, und sein politischer Ziehvater Hans-Dietrich Genscher mit Ehefrau Barbara, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin, Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch mit seiner Frau Hanne Hufschmidt, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, USA-Botschafter Philip D. Murphy sowie viele weitere prominente Politiker von Bund und Ländern. Thema des Gottesdienstes: der Baum. Die Bonner Schauspielerin Birte Schrein zeigte als Sprecherin am Beispiel einer Baumscheibe eines vor 200 Jahren in Königswinter gepflanzten Baumes die Entwicklung der deutschen Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf. In ihren Ansprachen und in der Predigt gingen Schneider, Meisner und Augoustinus auf unterschiedliche Weise auf die Bedeutung des Baumes vor dem Hintergrund der wiedererlangten Freiheit und Einheit Deutschlands vor 21 Jahren ein. An der musikalischen Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes wirkten rund 200 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker aus Bonn und der Region unter Leitung von Markus Karas, Karin Freist-Wissing, Tono Wissing und Stefan Horz mit. Nette Geste am Rande: Als der kleinen Emilia (7) vom Rheinischen Kinder- und Jugendchor während des Auftrittes sichtlich unwohl wurde, sprang Bundespräsident Wulff auf und geleitete die kleine Sängerin fürsorglich in die Taufkapelle, wo sich umgehend ein erwachsenes Chormitglied um das Kind kümmerte. Nach dem Gottesdienst stand die Kleine putzmunter vor der Kirche und fand: "Der ist richtig nett, der Herr Bundespräsident."

(Lisa Inhoffen, Bonner Generalanzeiger vom 03.10.2011)


Chorkonzert in St. Severin am 20. Februar 2011

St. Severin. Für das Chorkonzert in Form eines "Evensong" in St. Severin/Mehlem gewann der Arbeitskreis evangelischer und katholischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Bad Godesberg und Umgebung als Chorleiter Markus Karas, Kantor am Bonner Münster, der den Chor mit einigen Mitgliedern seines Chorus Cantate Domino verstärkte. "Vom Dunkel zum Licht" lautete das Leitmotiv des Geistlichen Konzertes. Nur für die dunkeltönigen "Quatre motets pour un temps de penitence" von Francis Poulenc aus den Jahren 1938/39 formierten sich die Sängerinnen und Sänger im Halbrund des Altarbereichs. Sehr präzis in der Tongebung und variablen Akzentuierungen, verbunden mit einem feinnuancierten Vortrag, hinterließ der Chor gleich zu Beginn einen positiven Eindruck. Für die folgenden englischsprachigen "neoromantischen" Beiträge mit Orgelbegleitung von Joachim Sarwas stellte sich der gemischte Kammerchor vor dem Altarraum auf. Zunächst gefiel er in dem sanftmütigen, modernen "The (Apple) Tree of Life" von Colin Mawby und in dem großartigen Gebet von H. Balfour Gardiner "Evening Hymn". Zwei pathetische Marienlobe schlossen sich an: zuerst ein "Magnificat" von Charles Villiers Stanford mit einem hymnischen "Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist" und schließlich das "Song of Mary" von Richard Shephard. Und tatsächlich schien da ein musikalisches "Licht zu erleuchten" in dem Bindeglied zwischen den Marienvertonungen, dem "Nunc dimittis" für Chor, Kontrabass, Vibraphon und Orgel von Heinz Werner Zimmermann, Jahrgang 1930.

(Rainer Lersmacher, Köln-Bonner Musikkalender, April 2011 (Nr. 257))


Musik von Mendelssohn im Bonner Münster

Münsterbasilika. Die Kirchenkonzerte des Chorus Cantate Domino unter der Leitung von Regionalkantor Markus Karas im Bonner Münster haben gute Tradition und stehen für qualitativ hochwertige und engagierte Chormusik. Die jüngste "Soiree" nun stand vorrangig im Zeichen des 200. Geburtsjahres von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auf den Tag des Konzerts selbst fiel aber auch der 176. Geburtstag von Johannes Brahms, dessen Motette op. 74,1 "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" das zutiefst inspirierte und musikalisch anspruchsvolle Finale des Abends bildete.

Neben Johannes Klassens (1904-1957) "Justorum animae", als kleine, aber sehr willkommene Abwechslung, war das Konzert mithin weitgehend erfüllt von Mendelssohnscher Chormusik. Die ausgewählten Chöre aus dem "Paulus" (mit Orgel) und "Elias" erklangen gleichermaßen gekonnt, wie die Ausschnitte aus "Sechs Sprüche" op. 79 und die "Drei doppelchörigen Motteten" op. 78, aus dem der Psalm 22 interpretatorisch in besonders guter Erinnerung blieb. Auch Dank des Solos des hohen Tenors Josef Bongartz.

(Bonner General-Anzeiger, 09.05.2009 / Christian O. Gazsi-Laki)


Konzert im Bonner Münster

Soiree mit Markus Karas und Chor sorgten für einen stimmungsvollen und klangreichen Abend

Bonn. Die Soiree im Bonner Münster war diesmal, rückblickend gewissermaßen, dem Osterfestkreis gewidmet. Der Kammerchor an der Münsterbasilika, "Chorus Cantate Domino", und Regionalkantor Markus Karas (Leitung und Orgel) waren die Ausführenden des stimmungsvollen und klangreichen Abends.

Der Kammerchor beeindruckte dabei wieder mit seiner in allen Stimmlagen sehr sauberen und sicheren und in den dynamischen Dispositionen ausgesprochen differenzierten Interpretationsweise.

Das galt auch für anspruchsvolle harmonische Verhältnisse wie etwa bei Poulencs "Timor et tremor" und "Vinea mea electa" sowie Messiaens meditativem "O sacrum convivium". Die orgelbegleiteten englischen Gesänge von Richard Shepard, Charles Villiers Stanford, John Rutter und H. Balfour Gardiner zeigten dann eher eingängigen oder sogar genüsslichen romantischen Gestus.

Als Solist trug Markus Karas dem Himmelfahrtsgeschehen Rechnung mit Messiaens großartigen sinfonischen Meditationen "L'Ascension", denen er stil- und klangtechnisch sehr genaue und intensive Realisationen zuteil werden ließ. - Viel Beifall für alle Mitwirkenden.

(Bonner General-Anzeiger, 10.05.2008 / Barbara Kaempfert-Weitbrecht)


Viel Gespür fürs Dramatische

Bach-Kantaten zum Advent präsentiert das Bonner Münster

Bonner Münster. Unter der Leitung von Regionalkantor Markus Karas war im Bonner Münster ein festliches Konzert zu hören, bei dem gleich drei Kantaten von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurden, Von Bachs beiden Kantaten mit dem Titel "Nun komm, der Heiden Heiland" stand die zweite, BWV 62, auf dem Programm.

Der Chorus Cantate Domino des Bonner Münsters zeigte sich dabei als Ensemble von außerordentlicher Gestaltungskraft. Ulrich Schütte (Bass) überzeugte bereits in seiner ersten Arie durch schwungvolles Tempo und Genauigkeit in der Phrasierung. Auch Rita Balta (Sopran 1), Ariane von der Heyden-Karas (Sopran 2), Christine Wehler (Alt) und Ulrich Cordes (Tenor) bewiesen in ihren jeweiligen Solopartien Stimmbeherrschung, Präzision und kluge Ausdrucks-Fähigkeiten.

Die erste Fassung des Magnificat BWV 243 wurde von Bach für eine Wiederaufführung am ersten Weihnachtsfeiertag 1723 um vier weihnachtliche Einlagesätze ergänzt; in dieser Fassung erklang das Werk mit dem mit dem gut präparierten und lebhaft agierenden Kammerchor des Bonner Münsters. Das Barock-Orchester der Münster-Basilika gab dem Ganzen einen authentischen, barocken Klang.

(Bonner General-Anzeiger, 11.12.2006 / Miriam Halfmann)


Unterstützung für Straßenkinder auf Haiti

Erfolgreiches Benefizkonzert im Bonner Münster

Bonn. Im völlig ausverkauften Bonner Münster fungierte der Förderverein des Lions Club Bonn-Venusberg als Veranstalter eines Benefizkonzertes zu Gunsten von Berufsausbildungen im Straßenkinderprojekt "Timkatec" in Pétion-Ville auf Haiti über den Orden der Salesianer Don Bosco in Bonn. Münsterkantor Markus Karas hatte für diesen Anlass ein schönes musikalisches Programm konzipiert. Der Gesamterlös des Abends betrug 5 000 Euro.

Jubilar Mozart war am häufigsten vertreten. Karas selbst brachte auf der Orgel die Fantasie f-Moll KV 608 und das Andante F-Dur KV 616 für eine Spieluhr effektvoll zum Klingen. Das "Laudate Dominum" aus KV 339, das neben dem ersten Teil des "Te Deums" KV 141 erklang, wurde von Ariane von der Heyden-Karas mit klarem Sopran gesungen.

Streicher aus dem Orchester der Münsterbasilika begleiteten. In der Missa brevis F-Dur KV 192 waren neben von der Heyden-Karas auch Brigitte Krahe (Alt), Rolf Schmitz (Tenor) und Heinz Bongartz (Bass), der Chorus Cantate Domino und der City Projekt Chor zu hören. Gerhard Haug ergänzte eine Orgel-Improvisation über "Ah, vous dirai-je, Maman".

Viel Kammermusik war außerdem noch ins Programm integriert, wobei der Flötist Wolfgang Mader ebenso Gelegenheit fand, sein Können zu zeigen wie Stefan Bodemann (Klavier) und Kathrin Averdung (Violine).

(Bonner General-Anzeiger, 21.11.2006 / Barbara Kaempfert-Weitbrecht)


Konzert in Bonn zum Adventauftakt 2005

Traditionell wird in der Remigiuskirche an den vier Adventssamstagen zur Mittagszeit eine musikalische Einstimmung geboten. Unter dem Motto "Komm, du Heiland aller Welt" gestalteten die Camerata Vocale St. Martin und der Chorus Cantate Domino unter der Leitung von Markus Karas das erste dieser Konzerte mit einem stilistisch vielgestaltigen, inhaltlich klug gegliederten Programm.

Auch musikalisch überwog ein guter Eindruck, der Chorus Cantate Domino überzeugte mit einem frischen und sauberen Ensembleklang, der nur im Bass einer stärkeren Akzentuierung bedürft hätte. Markus Karas hielt seinen Chor sowohl in barocken Choralsätzen als auch einer größeren Motette wie etwa "Veni, veni Emmanuel" von Zoltan Kodaly zu einer rundum gelungenen Leistung an.

(Bonner General-Anzeiger, 28.11.2005 / Guido Krawinkel)


160 Musiker im Bonner Hofgarten koordinieren

Hinter den Kulissen ist die Freude an der Musik eine ernste Sache
Planung der Begrüßungs- und Marienfeiern im Minutentakt

21.22 Uhr -- 21.23 Uhr -- im Minutentakt ist das Programm geschrieben, das heute auf der Bühne der Bonner Hofgartenwiese zur Begrüßung der Stadt Bonn und als Marienfeier stattfindet. Regionalkantor und Münsterorganist Markus Karas, der die Feiern musikalisch leitet, muss rund 160 Musiker -- Chöre, Solisten und Instrumentalisten - koordinieren, damit alle zur rechten Zeit ihren Einsatz finden. Bereits am vergangenen Samstag hat Karas mit dem Chorus Cantate Domino in der Bonner Münsterbasilika drei Stunden lang Musik aus mehreren Jahrhunderten zum Besten gegeben -- begleitet von atemberaubenden Lichtstimmungen, die der Künstler Stefan Knor an die Mauern des leer geräumten Gotteshauses projizierte. Der Titel des Ereignisses: Ludus Luminis -- Licht und Klang. Tausende Menschen säumten Mittel- und Seitenschiffe, wo normalerweise die Kirchenbänke stehen, um an dem Ereignis teilzuhaben. Stadtdechant und Hausherr Wilfried Schumacher freut sich über so viel Zuspruch und setzt auf die Zukunft -- das Publikum bittet er um Spenden für die Lichtinstallation, "wenn es Ihnen gefallen hat und Sie meinen, es sollte nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein." In den Monaten zuvor haben vor allem die Musiker und der von Markus Karas aufgestellte CityProjekt- Chor intensiv für die Aufführungen im Rahmen des Weltjugendtages geprobt. Im Mittelpunkt der musikalischen Gestaltung steht ein Gloria des englischen Komponisten John Rutter für Chor, Bläser und Keyboard. Schon bei der Aufführung am Samstag im Münster gab es viel Beifall -- ähnliche Zustimmung zu dem Mammutwerk erhoffen sich alle Beteiligten für die heutige Begrüßungsfeier der Stadt Bonn -- sofern nicht die musikalische Planung vom Dauerregen über die durchnässte Hofgartenwiese gespült wird. Den zunächst letzten großen WJT-Auftritt mit seinen Chören -- Chorus Cantate Domino, CityProjektChor und BonnSonata -- absolviert Karas am Mittwoch beim großen Kulturfestival. Knappe vier Stunden Konzert in der Bonner Stiftskirche mit Musik der letzten 1000 Jahre stehen auf dem Programm. Mit dabei sind auch der Jazz- und Kirchenmusiker Fraser Gartshore und seine Ensembles. Erwartet werden mehrere tausend Besucher -- wie viele davon in die Kirche passen, wird sich zeigen ...

(Presseamt des Erzbistums Köln, 15.08.2005 / C.K.)